Eine IoT-Strategie für Lebensmittelhändler

AdobeStock_80037162.jpeg

IoT wird in allen Geschäftsbereichen immer mehr zum Standard. Da IoT zunehmend intelligentere und effizientere Wege für den Verkauf, die Kommunikation und Organisation bietet, wird der IoT-fähige Dialog zwischen Unternehmen und ihren Kunden über unzählige technologische Geräte täglich umfangreicher.

In unserem letzten Blogartikel sind wir darauf eingegangen, wie sich IoT auf verschiedene Industriezweige auswirkt, und haben beleuchtet, wie Einzelhändler durch den Wettbewerb angetrieben werden, die Bedürfnissen ihrer Kunden über innovative, neue Kanäle zu erfüllen.

Einer der Sektoren, der die Kundenerfahrung mithilfe von IoT erheblich verbessern konnte, ist der Lebensmittelhandel. Einige Lebensmittelhändler mit zukunftsorientierter Haltung setzen bereits intensiv auf intelligente Technologien.

Personalisierung

Die Verwendung von Smartphones in Läden nimmt stetig zu und führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Transparenz, Komfort und maßgeschneidertem Kundenservice.

Die meisten großen Supermarktketten bieten Apps an, mit denen Online-Suche und -Einkauf möglich sind. Einige haben diese Technologie auch in die physischen Läden übertragen und bieten sichere Check-Out-Möglichkeiten, anregende Rezepte oder eine geführte Tour durch den Laden basierend auf der Einkaufsliste. Die besten Beispiele dafür sind gut in den Online-Kanal des Lebensmittelhändlers integriert; es werden Treuegutschriften in Form von Gutscheinen angeboten.

Solche Apps treiben wiederum die Interaktion mit den Einkaufenden an und können die zum Bezahlen benötigte Zeit drastisch reduzieren. Darüber hinaus können sie dazu genutzt werden, um Daten zu sammeln und Kunden während des Einkaufs mit personalisierten Angeboten speziell anzusprechen. Diese Analytikmethoden ermöglichen die Erfassung der Rentabilität, der Lagerbestände und von Prognosen; außerdem heizen sie Direktmarketing-Kampagnen an.

Durch IoT-Vernetzung wird das Feld, innerhalb dessen das Einkaufsverhalten detailliert untersucht und verstanden wird, beträchtlich weiter. An der University of Guelph, Ontario etwa wurde kürzlich ein ‘virtueller Lebensmittelladen’ am Campus eingeführt. Die "Einkaufenden" tragen dort Brillen, die aufzeichnen, welche Waren sie anschauen, und wie lange.

Lagerkontrolle

Frische Waren dominieren immer mehr die Regale von Lebensmittelhändlern, berichtete The Wall Street Journal dieses Monat. Der Einsatz von IoT-Technologie zur Lagerbestandsverwaltung ist bereits gut etabliert, ist jedoch für Händler mit verderblicher Ware besonders wichtig.

Durch eine Verbindung mit IoT können Technologien wie Machine Vision, RFID und Datenanalytik eine transparente Lagerverwaltung sowohl für Händler als auch für Kunden ermöglichen. Alleine RFID-Plattformen haben bereits einen höchst positiven Einfluss auf die Lagerbestandsgenauigkeit, während Lieferengpässe mit Tagging auf Artikelebene signifikant reduziert werden können.

Eine Kombination dieser Technologien kann eingesetzt werden, um Kunden eine variable Preisgestaltung anzubieten, und zwar basierend auf dem Ablaufdatum eines Produkts. Damit könnten theoretisch große Beträge, die durch weggeworfene Lebensmittel verloren gehen, zurückgewonnen werden.

Dieses hohe Maß an Kontrolle bedeutet, dass Lebensmittelläden immer stärker die Rolle von Distributionszentren erfüllen, da sie die Nachfrage sowohl offline als auch in den Läden befriedigen. Click & Collect ist in Lebensmittelläden gang und gäbe. Waitrose und Asda etwa verwendet temperaturgeführte Schränke für die Lagerung von online bestellten Artikeln. Kunden werden per SMS oder über eine App benachrichtigt, sobald ihre Waren zum Abholen bereit sind.

Preisgestaltung

Preistransparenz wird für Einkaufende immer wichtiger. Einige Lebensmittelhändler versuchen an der Regalkante so ehrlich wie möglich zu sein.

Waitrose etwa hat versuchsweise eine Digital Signage Software eingeführt, die eine dynamische Preisgestaltung ermöglicht und den Händler somit in die Lage versetzt, auf Angebote von Konkurrenten zu reagieren und Sonderangebote zu machen.

Check-Out

Schlangen an Supermarktkassen sind immer noch die unangenehmsten Situationen für Kunden in Läden. Um hier entgegen zu wirken, haben die meisten Händler Systeme eingeführt, wie Self-Check-Out und Handscanner.

Allerdings ist das Feld für Innovationen in diesem Bereich noch viel weiter. Das Konzept von Amazon Go könnte bestehende Modelle deutlich auf die Probe stellen, da die Kunden verfolgt werden können und diese ihre Waren selbst über ein Netzwerk von Smartphone-App, Kameras, Sensoren und RFID-Tags zur Kasse gehen bringen und bezahlen können.

Das futuristische Modell von Amazon will maschinelle Lernverfahren verwenden, die auf individuelle Einkaufsgewohnheiten von Einzelpersonen reagieren und sicherstellen, dass die Regale basierend auf der eng definierten Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs befüllt sind.

Der perfekte Zeitpunkt für Innovation

Die laufenden Entwicklungen im Bereich IoT bieten der herkömmlichen Lebensmittelindustrie die Chance, die Bedürfnisse der Kunden nach Komfort und individuellem Wert zu befriedigen.

Große wie kleine Lebensmittelhändler entdecken die vielen Vorteile einer Technologie, die Lagerbestände, Preisgestaltung und Kundeninteraktion erfasst und die Ergebnisse dazu nutzt, dem Personal und den Kunden Verbesserungen zu bieten.

Neben der Verbesserung der Abläufe in den Läden, bietet IoT ganzheitliche Lösungen, die es Lebensmittelhändlern ermöglichen, einen echten Omni-Channel-Service zu offerieren, der das Beste aus dem Online- und Offline-Bereich kombiniert.

Erfahren Sie, wie auch Sie mit den intelligenten Lösungen für Läden von Grassfish IoT für Ihre Geschäfte nutzen können.

diesen Post teilen:

 

 

kommentieren Sie etwas